13.9.2009 Kunstturnen Trainingswoche in Niederöblarn

Wenn Turner mit Gymnastinnen reisen…


Ausführlich und gerne berichten wir von der letzten Sommerferienwoche, die beinahe alle Turner der Leistungsklassen von Sonntag bis Freitag gemeinsam mit über 30 Gymnastinnen im Union Sportheim Niederöblarn im Ennstal verbracht haben. Unsere Ziele waren klar: Spaß haben und Turnen.

Da uns während des gesamten Trainingsjahres die Airtrackbahn – eine Luftkissenbahn, die in erster Linie für Bodenakrobatik verwendet wird,  nicht zur Verfügung steht und die Jungs (und der Trainer) nicht mehr zu halten waren, testeten wir sie bereits am Sonntag abend (mit vollem Magen!), was aber den Spaß nicht schmälerte. Ein positiver Nebeneffekt war außerdem, dass sämtliche Akteure nach Abschluss der ersten „Hopserei“ widerstandslos ihre Betten aufsuchten und sofort einschliefen, was offensichtlich bei den mitgereisten RG-Mädels nicht gelang.  

Die nächsten Tage starteten wir jeweils mit einem freiwilligen Morgenlauf um 7 Uhr, der überraschend oft von einigen Jungs zum Munterwerden vor der herrlichen Kulisse des Grimming genutzt wurde. So mancher FF (zur Erklärung frage man die Teilnehmer) hätte es schwer gehabt, da mitzuhalten. Zur Klarstellung möchten wir sicherstellen, dass damit nicht die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von Niederöblarn gemeint sind.

Das eigentliche Gerättraining fand vormittags von 9 bis 12 Uhr statt. Die Geräte waren meist schnell aufgebaut (wir teilten die Halle mit einer Handballgruppe), und so wurde gleich zu Wochenbeginn fleißig geübt. Das Mittagessen verdienten sich die Turner redlich durch viele Griffe am Reck, viele Flanken am Pilz und viele Handstände am Barren. Eine Salto-Parade auf der Wiese gefiel dem Buffet-Chef so gut, dass er kurzerhand allen ein Eis spendierte.

Auch die Gymnastinnen haben einmal mit uns aufgewärmt und sich so manchen Muskelkater geholt. Dafür staunten wir nicht schlecht, als diese wiederum versuchten, uns verschiedene Arten von Körperverbiegungen näher zu bringen, was nur den wenigsten von uns gelang.

Nach einem Krafttraining am Dienstagnachmittag und einer Abendeinheit am Ergometer mit anschließendem Dehnen war der freie Mittwochvormittag ein Genuss. Neben Snakeboards, Pedalos und Jonglierversuchen galt das Hauptinteresse den begehrten Diavolos. Trotzdem war der freie Vormittag offensichtlich nicht genug, um die Batterien vollständig wieder aufzuladen, da am Donnerstag nach dem Mittagessen alle 10 Teilnehmer friedlich einen Mittagsschlaf hielten (Beweisfotos existieren, werden aber nicht veröffentlicht!).

Viel Zeit verbrachten wir auf der genannten Airtrackbahn. Der technisch richtige, schnelle und im positiven Sinne fetzige Flic rückt in greifbare Nähe. Eine abendliche Videoanalyse zeigte allen ihre Verbesserungsmöglichkeiten für die nahe Zukunft.

An einem SpongeBob-Abend der Gymnastinnen nahmen wir die Herausforderung an, eine Werbung schauspielerisch darzustellen, sowie die Abschlussnummer am bunten Donnerstagabend zu gestalten. So haben die Jungs viele Pausen eifrig genutzt, um selbst eine 3-minütige (!) Reifen-Choreographie einzustudieren. Viele Würfe, einige Tanzschritte und eine tolle Schlussposition sicherten uns den Beifall der Gymnastinnen. Kurzum: Die „ Hochfrequenz-Mädels“ (Originalton eines Turners) waren begeistert. Und: Fürs nächste Jahr wurden wir bereits gebucht.

Resumé: Das Wichtigste, nämlich der Spaß an allen Arten von Bewegung kam nicht zu kurz. Und dass ausnahmslos alle fleißig trainiert haben, bestätigte so mancher Mittagsschlaf. Außerdem glauben wir, dass der Zusammenhalt und das gegenseitige Akzeptieren der Jungs untereinander nicht unwesentlich daran beteiligt sind, dass solche Veranstaltungen ohne Lagerkoller oder  Streitereien durchführbar sind.

Nachdem wir aber alle nicht perfekt sind (Gott sie Dank), sollten wir uns  für nächstes Jahr die Organisation des Abreisetages neu überlegen, um so eine tolle Woche auch stressfrei ausklingen zu lassen.

Als Geschenk für alle Turner gab’s zum Abschluss noch ein nigelnagelneues Turntagebuch, das schon auf Einträge und Zeichnungen über diese Woche und kommende Turnerlebnisse wartet.

Und auf diese freuen wir uns schon alle nach dieser gelungenen Woche.

Helga & Wolfgang

 

 

Anhang: Aus Trainersicht…

Stefan Hehenwarter stürzte sich nach der gemeinsamen Laufrunde noch in persönliche Fahrtenspiele und verbesserte beim Training seine Kraft.

Martin schaffte es, seine Schulter mit guten Flics auf der Bahn bekannt zu machen. Wir hoffen, ihn nach seiner Fußverletzung bald wieder im Training zu sehen.

Nachdem Julian Gewissheit hatte, dass sein Handgelenkt ganz in Ordnung ist, war er im Training mit vollem Einsatz dabei. Hut ab auch, wenn Ausschläfer beim Morgenlauf mit dabei sind!

Alex beeindruckte vor allem durch deutlich verbesserte Körperhaltung. Und bei den Tanzschritten der Abschlussnummer waren viele Augen auf seine Füße als „Frontman“ gerichtet.

Während der gesamten Woche fand man keine geradere Handstandposition als die von Stefan Rehrl, egal ob er steht, geht oder dreht.

Wenn Thomas in ein Training kommt, dann arbeitet er hart und fleißig. Neben den schweren Krafttrainings klappt auch schon der „Spontanspagat“!

Die Jüngsten haben die Anstrengungen der ihrer ersten Turnwoche super gemeistert. Michi ist knapp an der Riesenfelge am Reck dran. Und den Gymnastinnen konnte er einen neu ausprobierten Bogen zeigen.

Tobi startete (bis auf ein Training) die Saison gleich mit dieser Trainingswoche. Und gut ist’s ihm gelungen! Die schnellste Flicbewegung haben wir von ihm gesehen.

Florian konnten auch Blasen nicht aufhalten. Und der erste Strecksalto vom Barren zeigt, dass es toll weitergehen wird.

Simon als Jüngster übte genauso viel wie alle anderen. Anfangs noch in der „Flicmaschine“ schaffte er am Freitagnachmittag auf der Airtrackbahn sechs (!) Flic in Serie!

Liebe Turner, ich freue mich auf den kommenden Herbst, denn es macht richtig Spaß, mit so braven und fleißigen Jungs zu trainieren!

Mein besonderer Dank gilt Andrea für die reibungslose Organisation, unserem Obmann Hans für die mühsame Abholung der Airtrackbahn und Helga für die tägliche Unterstützung. Turner und Trainer konnten sich jederzeit mit ihren Anliegen an sie wenden. Dank Euch allen vielmals!

Bis bald in der Halle!

Wolfgang

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